Die Gemeinschaftsbegleiter

Hintergrundinformationen zum "Forum"-Prozeß, so wie wir ihn in der "ZEGG"-Gemeinschaft kennengelernt haben und wie er inzwischen weltweit in Gemeinschaften genutzt wird:

 

http://www.zegg-forum.org/hintergrundmaterial.phtml

Zeitschriften, die einige von uns gerne lesen

 

http://www.oya-online.de

 

http://www.evolve-magazin.de

Referenzen

 

Wilde Rosen, Ahrensburg

 

Leben in Gemeinschaft, zwischen Zukunftswerkstatt, Ponywiese und Grenzkonflikten – für wen ist das keine Herausforderung?

Nach fünfjährigem Zusammenleben ist den meisten von uns klar: wir brauchen externe Unterstützung zur Lösung unserer nachbarschaftlichen Konflikte.

Die Gemeinschaftsbegleiter haben unserem Wunsch nach mehr Begegnung und weniger Rechthaberei einen guten Rahmen gegeben. In 4-stündigen Sitzungen am Samstagnachmittag – etwa alle sechs Wochen – empfangen wir wertvolle Impulse, unsere sozialen Verstrickungen mit mehr Humor, Kreativität und vor allem Wertschätzung anzupacken. Seitdem wird weniger unter den Teppich geschoben, vieles ist wieder ins Fließen gekommen. Die Gemeinschaftsbegleiter haben ein echtes Anliegen und verkörpern das, was sie vermitteln. Sie sind mit Herz, Leidenschaft, Entspanntheit und Begeisterung bei der Sache -  bodenständig, inspirierend, kompetent und zutiefst menschlich. Gerade hat das Gemeinschaftsplenum mit großer Zustimmung fünf weitere Sitzungen für das nächste Halbjahr bewilligt.

 

Die Gemeinschafts-AG der „Wilden Rosen“ in Wulfsdorf - Juni 2016

WiGe, Lüneburg

 

Den beiden Gemeinschaftsbegleitern Frank und Christine ist es gelungen, den Raum zu schaffen für ein vertrauensvolles Miteinander und ein Öffnen für die Gruppe.

Die Angebote, das Handwerkszeug zur Gestaltung der Sitzungen, waren geprägt von einem guten Gespür für das, was den Prozess der Gruppe weiter führen könnte, ein Blick dafür: wo steht die Gruppe und wie kann es weitergehen.

 

Mit dem (begleiteten) Blick zurück auf die emotionalen Momente in der Geschichte der Gruppe gelang es, die Starre und Orientierungslosigkeit zu überwinden und den Blick für die Zukunft zu öffnen und daran zu arbeiten

 

Beide Begleiter „wussten, was sie taten“. Wir hatten den Eindruck, dass ihre Kompetenz durch eigene Erfahrungen in Gemeinschaftsbildungsprozessen gewachsen ist.

 

WiGe Lüneburg,  Februar 2016

 

Allmende, Wulfsdorf

 

Wir sind ein recht großes Wohnprojekt. Das Gelände und die Gebäude mit ca. 250 Menschen zu verwalten, Entscheidungen zu treffen, Meinungen zu diskutieren und das Zusammenleben zu meistern ist eine große Herausforderung. Und manchmal nahe der Überforderung.

Die Vielfalt von unterschiedlichen Sichtweisen, Haltungen und Interessen bewegt sich in einer Struktur von unterschiedlichen Gremien und Rollen, deren Auftrag und Auslegung manchmal unklar ist.

Vieles gelingt uns gut. Und natürlich knallt es immer mal wieder hier und da.

Was uns fehlt, ist eine aktive und bewusste Gestaltung unserer „Projekt-Kultur“, in der Konflikte angeguckt anstatt ausgesessen werden, Trennendes gleichwertig nebeneinander stehen kann, Kontakt trotz Schwierigkeiten bestehen bleiben kann.

Ein konkreter Konflikt, der viele Menschen in unserem Projekt bewegt und betroffen hat, war der Anlass, die Gemeinschaftsbegleiter einzuladen. Nicht, um den Konflikt zu lösen, sondern um parallel an unserer Kultur zu arbeiten. Uns zu begegnen, obwohl es bereits Meinungslager im Projekt gab. Dinge auszusprechen und gehört zu werden, ohne im Argumentations-Ping-Pong zu landen.

Gerade in der schwierigen Zeit war es wohltuend, anderen Menschen im Projekt begegnen zu können, Verbundenheit spüren zu können und das viele Konstruktive und Wohltuende erleben zu können, das uns auch auszeichnet.

Die Gemeinschaftsbegleiter haben uns hierfür einen geschützten und strukturierten Raum bereitet, in dem wir SEIN konnten. Wir haben geübt, einfach zu zu hören und wurden gehört. Wir konnten uns selbst in einem respektvollen Raum wahrnehmen und reflektieren und konnten das Potential jeder/ jedes einzelnen besser kennenlernen und dadurch die Kraft unseres Miteinanders stärken.

Geblieben sind regelmäßige Runden, in denen wir uns gegenseitig einfach zu hören. Kontakt im „sich sein lassen“.

Vielen Dank für Eure ruhige, klare und achtsame Unterstützung!

 

Allmende Wulfsdorf, im Januar 2019

 

GBN, Niedersachsen

 

Die Gemeinschaft GBN – Gemeinschaftsbildung Nord trifft sich im Raum zwischen Bremen, Hannover und Hamburg seit Anfang 2015 mit dem Ziel, in Norddeutschland ein Gelände zu finden, auf dem wir siedeln und als Gemeinschaft leben können.

In dieser Zeit haben uns viele Themen bewegt, wir haben uns immer näher kennen gelernt, sind in tiefe Prozesse miteinander eingetaucht und haben Basics verabredet, für die wir alle gemeinsam gehen.

Dabei haben wir eine wertvolle Unterstützung erfahren durch die beiden Gemeinschaftsbegleiter Ina  und Frank, die uns fast die ganze Zeit bis Mai 2016 begleitet haben.

 

...beim Kennenlernen

Wir sind eine bunte Gruppe unterschiedlicher Persönlichkeiten, immer wieder kamen neue Menschen dazu. Ina und Frank haben uns mit vielfältigen Methoden, Gesang und Bewegung und sensibler Moderation dabei unterstützt uns und unsere Potentiale gegenseitig zu sehen.

 

...bei Konflikten

Je mehr wir uns aufeinander einließen, umso deutlicher zeigten sich auch Schattenseiten und Konflikte. Ina und Frank haben durch ihre achtsame Moderation und die Schaffung von Transparenz dafür gesorgt, dass Verständnis füreinander und Verbundenheit entstehen konnte. Dabei war besonders die Begleitung im Forum ein wichtiger Baustein.

 

...bei unseren eigenen Themen

In Gemeinschaft bekommt jede/r Einzelne ständig Spiegel und in den intensiven Begegnungen werden eigene Verletzungen berührt. Die beiden Begleiter haben für uns einen geschützten Raum aufgemacht, in dem jede Person sich angenommen fühlte und wachsen konnte.

 

Rückblick und Ausblick

Ohne die Begleitung durch Ina und Frank wären wir heute nicht so weit als Gruppe zusammen gewachsen. Einen geschützten Raum zu haben, in dem sich Konflikte zeigen können ist wirklich unschätzbar wichtig für die Entstehung von Verbundenheit. Je sicherer wir uns miteinander fühlten, desto mehr Potenziale konnten wir selbst ausleben und uns selbst einbringen. Diese Wechselwirkung von begleitet werden und zunehmend selbst ermächtigt zu wirken waren für die beiden Begleiter in den letzten Monaten sicher die größte Herausforderung in unserer gemeinsamen Zeit. Halten und Loslassen – das ist so schwer in Beziehungen. Und gerade dieses Wechselspiel schätzen wir so sehr an den beiden! Herzlichen Dank für eure Präsenz, die Gelassenheit, die Kreativität und die Achtsamkeit und: Eine Einladung zum Wiedersehen!

 

Gemeinschaftsbildung Nord im August 2016